Pfarreiengemeinschaft Betzigau-Wildpoldsried-Hochgreut

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Start Drei Pfarreien Hochgreut

Vorstellung der Kuratie Maria Heimsuchung in Hochgreut

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Die Geschichte unserer Kuratiekirche






Am 5. Dezember 1743 unterzeichnete Herr Pfarrer Christian Indel aus Waltenhofen den Vertrag über die Gründung einer Kuratie in Hochgreut. Es ging ihm darum, dass die Hochgreuter eine eigene Seelsorgestelle erhalten sollen, um nicht immer an Sonn- und Feiertagen den oft beschwerlichen Weg in die Pfarrkirche nach Betzigau nehmen zu müssen. Es wird ein kleines Kirchlein zu Ehren der Hl. Elisabeth erwähnt. Es besaß ein flaches Satteldach, wie es bei den Bauernhäusern damals üblich war.

Im Jahr 1744 erfolgte die Anerkennung und die Besetzung durch einen Geistlichen. Wir dürfen aber nicht denken, dass alles gleich von Anfang an vollkommen war. Nach und nach entwickelte sich die Kuratie zu einer immer selbständigeren Seelsorgestelle. Beispielsweise wurde erst 1810 ein Gottesacker eingeweiht. 1787 war ein bedeutendes Jahr für den Bau unserer Kirche. Maurermeister Michael Traut aus Leiterberg erbaute Chor und Turm und vollendete dadurch das Hauptgebäude. Die Seitenwände des Kirchenschiffes wurden erhöht und am 31. August konnte Zimmermeister Josef Mayr von Leiterberg den neuen Dachstuhl aufsetzen. Der Turm bekam eine abgerundete Bekrönung mit Schindeldeckung. Hierauf wurde das heute verwendete Turmkreuz mit Kugel angebracht. Leider fehlte es an der Abdichtung, so dass 1825 das Turmdach erneuert werden musste. Auch diesmal gab es noch keine endgültige Lösung und es musste zum 3. Mal das Turmdach angegangen werden. 1882 wurde endlich der spitze Turmhelm in Blech verkleidet aufgesetzt.

1913 wurde durch einen Architekten aus Kempten eine größere, bauliche Änderung geplant. Aufgrund des hereinbrechenden 1. Weltkrieges konnte im Herbst 1914 aber nur mehr das Kirchendach geschalt und neu eingedeckt werden.
1917 kaufte Pfarrer Kirner das Kreuzbild in München für den Hochaltar.
1922 entstand die neue 2-stöckige Sakristei.
1924 erfolte die erste Friedhofserweiterung, nachdem Möstenberg in Hochgreut integriert wurde.

1938 war das letzte große Jahr mit baulichen Änderungen an der Kirche. Zum ersten Mal zogen mit den Kirchenmalern auch Stuckateure mit ein. Die Kirche bekam ein neues Gesicht. Am Hochaltar wurde das Kreuzbild vom Hochaltar abgenommen und durch das Bild "Maria Heimsuchung" ersetzt.

Am Heiligen Abend 1941 mussten 3 von 4 Glocken zum zweiten Mal abgenommen werden, nach dem dies auch schon 1917 geschehen war. 1950 erklang zum ersten Mal wieder das neue Geläut, welches mit viel Opfersinn der Hochgreuter zustande kam.
1960 bekam Hochgreut eine neue Orgel, ebenso die elektronische Turmuhr und ein elektrisches Läutwerk. In den 70er Jahren ist der Friedhof zum zweiten Mal erweitert worden und 1974 hat man das Leichenhaus errichtet.
Im Jahre 1976 wurde die Sakristei neu eingerichtet.
1989 ist das Turmdach abgeschliffen und neu gestrichen worden. Im gleichen Jahr wurde ein neuer Boden eingebaut und die Bänke im Kirchenschiff restauriert. Diese Innensanierung machte notwendig, dass ein Jahr später die Orgel gereinigt werden musste.
1992 installierte man eine Heizung die bis heute die Kirche an den Messtagen aufheizt.
2003 wurde die innere Raumschale mit Deckengemälden neu gesichert und restauriert.
Die weitere Renovierung der Seitenaltäre, des Hochaltars und der Kanzel mit allen Figuren konnte durch die entstanden Mehrkosten von 2003 erst im Jahre 2009 zum Abschluss gebracht werden.